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Zu Gast bei der Deutschen Messe

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Was für ein Ansturm zur Premiere! Als sich die Tore zur „Exportmesse Hannover“ öffneten, war ein Kraftakt geglückt: Die Vorbereitungszeit vom Beschluss bis zum Start umfasste gerade einmal 18 Wochen. Initiiert hatten die Ausstellung die britischen Besatzungsbehörden. Deutschland sollte wirtschaftlich wieder auf die Füße kommen. In fünf Hallen zeigte die einheimische Industrie ihre Qualitätserzeugnisse. Mit besten Ergebnissen: Es kamen Besucher aus 53 Nationen, der Wert der Exportverträge betrug 31,6 Millionen US-Dollar.

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Unsere Vogelperspektive zeigt, wie sehr sich das Messegelände verändert hat. Diese Dynamik erschließt sich über zwei unterschiedliche Luftaufnahmen. Wer die Vorher-/Nachher-Ansicht anklickt, aktiviert den sogenannten Slider: Einfach die senkrechte Linie von links nach rechts ziehen. Die Aufnahme in schwarz-weiß stammt aus dem Jahr 1964 und wurde der HAZ vom Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen zur Verfügung gestellt. Das farbige Satellitenfoto zeigt ein aktuelles Bild. Genauer gesagt: Es visualisiert Wandel und Wachstum. Denn die Deutsche Messe verfügt heute über eine Fläche von einer Million Quadratmeter. Von so weit oben lassen sich natürlich keine Menschen mehr erkennen. Aber beeindruckend ist es schon.

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Insgesamt hat die Deutsche Messe 1200 Mitarbeiter – aber die hätten nicht alles aufs Bild gepasst. Die HAZ stellt einige Kollegen vor. Sie sorgen für schnellen Einlass, natürliche Dekoration, für Sicherheit sowie modernste Konferenztechnik. Das hält auf Trab und bedeutet jede Menge Verantwortung.

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Sie trägt bequeme weiße Sneaker zum Anzug und nutzt regelmäßig ihr Dienstfahrrad. Kein Wunder, Astrid Ziegeler muss fix unterwegs sein. Sie ist für das Eingangsmanagement der Messe verantwortlich. Bei großen Veranstaltungen sind bis zu neun Eingänge geöffnet. An solchen Tagen checkt sie mehrmals an unterschiedlichen Stellen, ob es mit dem Besuchereinlass auch reibungslos klappt. Immer mit dem Rad, immer unangekündigt, immer in zufälliger Reihenfolge.

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„Es darf kein Stau entstehen“, betont Astrid Ziegeler. Deshalb ist sie auch stolz auf das Lesegerät „Speedy“. „Die Entwicklung haben wir in Hannover jahrelang intensiv begleitet.“ Der Lesekopf erkennt sämtliche Tickets, ob in Papierform, als Plastikkarte oder elektronisch. Ergänzend spuckt die Technik für Besucher von Fachmessen automatisch ein Namensschild aus, im Fachjargon „Badge“ genannt. Darauf steht außerdem ein QR-Code. Den können die Aussteller abscannen: Name, Firma und Funktion ihres Gesprächspartners werden digital erfasst. Das geht schneller, als die Daten von Visitenkarten per Hand ins betriebseigene System zu übertragen. Noch ein Fortschritt.

Wer den Pfeil anklickt, erfährt von Astrid Ziegeler, warum der Einlass bei jeder Messe anders verläuft

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Manchmal muss Michael Rose ganz schnell reagieren. Zum Beispiel, als Wladimir Putin auf der Messe war. Plötzlich wollte sich dem russischen Präsidenten eine Gruppe von leicht bekleideten Femen-Aktivistinnen nähern. Da hat sich der Protokollchef schützend davorgeschoben – noch vor Putins Bodyguards. Bei anderer Gelegenheit kam Angela Merkel eine spontane Idee: Am übernächsten Stand wollte die Bundeskanzlerin, Stammgast bei den Eröffnungstagen von HANNOVER MESSE und CEBIT, gerne einen Strauß Blumen überreichen. Um das zu organisieren, blieben nur wenige Minuten Zeit.

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US-Präsident Barack Obama auf der HANNOVER MESSE – ein absolutes Highlight für Michael Rose „Ein lockerer Typ.“ Besonders stolz ist er auf den Brief vom Weißen Haus nach dessen Besuch. Wer sehen will warum, sollte das Video am Fuß der Seite aktivieren.
Der Protokollchef hat bereits zahlreiche Regierungschefs und Unternehmensführer erlebt. Zu letzteren zählt der Chef von Foxconn, Terry Gou. Der Zulieferer für Apple, Dell und Intel hat 1,2 Millionen Mitarbeiter. Seine Entourage in Hannover umfasste 600 Personen. Das Protokoll muss dann klären: „Wie viele Fahrzeuge werden dafür benötigt?“ und „Wie kommen die als Gruppe rein?“ Logistik, Sicherheitsaspekte: Für sein beherztes Eingreifen beim Putin-Besuch erhielt Rose von den Kollegen ein außergewöhnliches Präsent: einen goldenen Spiderman. Und die Kanzlerin? Sie hat den gewünschten Blumenstrauß bekommen. Natürlich rechtzeitig.

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Eine funktionierende Infrastruktur bedeutet: alles läuft, alles ist sauber. Was auf den Müll gehört, wird entsorgt. Dank guter Zusammenarbeit mit den Behörden stimmt die Beschilderung im Stadtgebiet und auf Autobahnen, so kann kein Besucher die Messe verfehlen. Es ist viel zu tun, damit Probleme gar nicht erst entstehen. Oder damit aus kleinen Schwierigkeiten keine großen werden. Dafür steht Volker Ehrecke, Abteilungsleiter Zentrale Dienste. Zwar ist seine Mannschaft nicht direkt an der Front, weil Reinigung, Ordnungsdienst und die Bewachung der Stände durch externe Dienstleister gewährleistet werden. Aber natürlich müssen diese Fäden aufgenommen und zusammengeführt, muss geplant und gesteuert werden.

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„Wir haben Notfallszenarien und sind vorbereitet, egal ob ein Feuer ausbricht oder eine Bombendrohung eingeht“, erklärt Ehrecke. Taschen- und Kofferkontrollen, längst Business as usual. Sicherheit ist wichtig: Darum befinden sich 125 Kameras auf dem Messegelände, die Bilder von Toren, Zufahrtswegen und dem Inneren der Messehallen landen rund um die Uhr beim Sicherheitsdienst. Der checkt jede Fehlermeldung: Rauchentwicklung, nicht funktionierende Fahrstühle oder Rolltreppen, eine Tür, die zu lange offen steht. Kontrolle ist gut. Wenn man keine Probleme will.  

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26 Ausstellungshallen plus ganz viel Natur: 100.000 Quadratmeter des Messegeländes entfallen auf Rasenflächen und Gehölze. Viele der 4.000 Bäume wurden zur EXPO im Jahr 2000 gepflanzt. Gärtnermeister Joachim Knauer und neun weitere Kollegen pflegen diesen grünen Bestand. Zusätzlich dekorieren sie Freiflächen und Hallen. Wenn die eingetopften Pflanzen nicht im Einsatz sind oder es draußen kälter ist als sieben Grad, stehen sie im messeeigenen Gewächshaus.

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Ob zarte Gestecke oder üppige Dekorationen: Ihre Ideen für Blumenschmuck stimmen die Floristen in Knauers Team immer auf den Jahreszeit und das Gastland ab. Die größten Pflanzen, nämlich ausgewachsene Bäume in Beton- oder Holzkübeln, hingegen bezeichnet er als „mobiles Grün“. Der Gärtnermeister: „Sie wiegen 500 Kilogramm bis 2,5 Tonnen, solche Schwergewichte können wir nur mit dem Gabelstapler bewegen“. Allerdings ist nicht jedes Gehölz als Messe-Dekoration geeignet. Joachim Knauer erklärt im Video (unten starten), worauf es ankommt.

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Harald Windeler (links) und seine Team müssen auf Kleinigkeiten achten. Er weiß genau, was eine Stolperfalle auf einem Messestand ist. Niemand soll stürzen, keiner soll sich an scharfen Kanten verletzen. Aber er muss auch groß denken. Beispielsweise wenn ein Maschinenbau-Unternehmen eine komplette Anlage im Maßstab 1:1 aufbauen möchte. Das füllt nicht nur eine ganze Halle. Nein, „dafür musste ein Statiker errechnen, ob an den Metalltraversen unterhalb der Gebäudedecke auch großformatige Rohre befestigt werden dürfen“. Bei der Standabnahme trifft Harald Windeler einen alten Bekannten: Thomas Storz ist technischer Leiter für Messebau bei der HOMAG AG – die beiden haben seit 25 Jahren miteinander zu tun.

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Aufwendige Sicherheitschecks sind keine Seltenheit: Der Leiter des technischen Veranstaltungsmanagements schaltet bei Bedarf Bauingenieure ein, Brandschutzexperten, selbst Explosionsschützer. Ab und zu verlagert sich sein Verantwortungsbiet ins Freie. Etwa wenn 75.000 Zuschauer zu einem Open-Air-Konzert der Rockband Guns n’ Roses aufs Messegelände strömen. Windeler: „Auf die Musik kann ich mich dabei weniger konzentrieren. Aber wenn alles reibungslos verlaufen ist – dann bin ich superstolz.“

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Gerade mal ein einziges Mikrofon, natürlich mit Kabel damals, 16-Millimeter-Film, Diaprojektoren: So einfach war die Ausstattung der Konferenztechnik, als Michael Lang vor 30 Jahren seinen Dienst antrat. „Licht ein, Licht aus, dazwischen gab es nichts“, erklärt der gelernte Fernmeldeelektroniker. Das hat sich gründlich geändert: Die Veranstaltungstechnik der Deutschen Messe basiert auf modernstem Equipment. 15 Dolmetscher-Anlagen, 1.800 Empfänger dafür, 32 Beamer – sämtliche Geräte entsprechen neuesten Anforderungen. „Meine Kollegen und ich halten uns ständig auf dem Laufenden.“

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Das gehört zum Job, vor allem aber „machen ständige Recherche und Fortbildungen dem Team auch Spaß“, so Lang. Er schätzt an seiner Tätigkeit, dass „man niemals stehen bleibt“. Gleiches gilt für die Strategie des Unternehmens: Nicht nur zu Messe-Zeiten, sondern auch für die Phasen dazwischen werden Tagungsräume für Kongresse und andere Veranstaltungen offensiv vermarktet. Dieses Konzept spiegelt sich in einem deutlich erhöhten räumlichen Angebot. Die erst 2015 gebaute Halle 19/20 ergänzt die bisherigen Kapazitäten um rund 1000 Quadratmeter Konferenzfläche.

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Was ist ein typisch brasilianisches Gericht? Oder wüssten Sie, wie man 6500 Teller in nur einer Stunde spült? Die Mitarbeiter der Messe kennen die Antwort. Weil sie hochkompetent sind und über das richtige Equipment verfügen. Kommunizieren in digitalen Zeiten, neue Geschäftsmodelle: Die Deutsche Messe und ihre Beschäftigten liefern Antworten für unsere Zukunft.

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„Was wir hier machen, das hat fast Sterne-Niveau.“ Michael Pelka, Küchenchef des Cosmopolitan, kann das beurteilen. Bevor er sich für die Leitung des edelsten Restaurants auf dem Messegelände entschied, stand er in noblen Hotels am Herd – im Adlon und Esplanade in Berlin sowie im Schweizerhof in Hannover. Sieben Jahre bereits bewirtet er hochkarätige Gäste auf dem Ausstellungsgelände, beispielsweise Staatsoberhäupter aus den USA, Japan und Brasilien. Sein Anspruch: ihren Geschmack treffen und die Gerichte durch eine individuelle Note verfeinern.

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95.000 Schnitzel innerhalb von sieben Tagen, 140.000 Bock- und Bratwürste sowie Hotdogs, 20 Tonnen Kartoffeln gebraten, frittiert oder als Salat: Thomas Domani kann mit Superlativen jonglieren. Er leitet die Messegastronomie, dazu gehören 50 fest angestellte Mitarbeiter wie etwa Michael Pelka und jede Menge Hilfskräfte – bei besonders besucherstarken Veranstaltungen bis zu 1.800 Personen. Wie ein Manager fühlt er sich dennoch nicht. „Eher wie ein Fußballtrainer“, erläutert er mit feinem Lächeln. „Ich stelle die Mannschaft zusammen und gebe die Aufgaben bekannt.“ Wenn der Ball rollt, „dirigiere ich nur noch von der Seitenlinie“.
 
Domani kommt um 6 Uhr früh zur Arbeit. Ein psychologisches Signal, „dass ich mich ebenfalls aus dem Bett gequält habe“. Er fragt nach der Qualität der Ware, hält jeden Morgen eine Lagebesprechung ab. Sein Tag endet erst gegen 22 Uhr. Ermüdungserscheinungen sind ihm fremd: Neuestes Angebot unter den immerhin 40 gastronomischen Einrichtungen ist ein mobiler Burger-Shop. „Das ist hip, das kommt an“, freut er sich. Und erzählt, dass es ohne die richtige Ausrüstung nicht geht. Dazu zählen eine eigene Metzgerei und eine Konditorei, in der Konferenzgebäck hergestellt wird, auch Poliermaschinen für Besteck und Gläser. Die Spülanlage in der Münchner Halle schafft 6.500 Teller. Pro Stunde. Noch ein Superlativ.

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Küchenchef Michael Pelka kann edel, er kann Sushi, sogar deftige Bohnengerichte. Allerdings hat nicht jeder Gast viel Zeit für seine kulinarischen Meisterwerke. Woran das liegt, erklärt er im Film (unten klicken). Regelmäßig begrüßt der 47-Jährige deutsche Politprominenz. „Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil kommt gerne hierher, Bundesbildungsministerin Johanna Wanka ebenfalls.“ Aber nicht nur das Essen im Cosmopolitan ist exquisit, sondern auch die Aussicht: Das Restaurant befindet sich mit 38 Metern in luftiger Höhe und gewährt durch seine Rundumverglasung einen beeindruckenden Panoramablick. Ziemlich viele Gründe, um jeden Tag gerne zur Arbeit zu gehen.

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Digitaler Wandel vollzieht sich besonders schnell. 1996 veröffentlichte die HANNOVER MESSE erstmals ein elektronisches Ausstellerverzeichnis. Heute betreibt die Online-Redaktion 17 verschiedene Websites: „Jede Messe verfügt über eine eigene Internetpräsenz. Doch wir berichten nicht nur tagesaktuell. Die heiße Phase beginnt bereits drei Monate vor jeder Veranstaltung – nämlich dann, wenn sich die Besucher informieren“, sagt Redaktionsleiter Michael Triadan. Zwei Social-Media-Spezialisten bestücken Kanäle wie Facebook, Instagram, Twitter oder das Professionals-Netzwerk LinkedIn.

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Dabei geht es längst nicht mehr um reine Präsenz, sondern um Qualität und auch strategische Absichten. Ein Beispiel dafür war eine Kampagne, mit der so genannte „No Shows“ (Besucher, die sich für ein Ticket registrieren, dann aber doch nicht erscheinen) vom Messebesuch überzeugt werden sollten. Das Ergebnis: Die No-Show-Rate ist bei der betreffenden Messe von 38 auf 21 Prozent gesunken. Ein ziemlicher Erfolg: Denn Besucherzahlen sind eine ganz wichtige Währung im Messegeschäft. Der nächste Schritt ist bereits in Sicht. Dank Registrierung und Cookies lässt sich verlässlich herausfiltern, wofür sich der (Online-)Gast besonders interessiert. Beispielsweise Automatisierung. In Zukunft bekäme er nicht eine allgemeingültige, sondern eine personalisierte Website zu sehen. Also maßgeschneiderte Informationen.

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Viele Menschen auf engem Raum verbrauchen Sauerstoff. Und sie heizen die Hallen auf. Auch die Beleuchtung der Stände treibt die Temperaturen nach oben. Servicetechniker Karsten Flaschel sorgt für gleichmäßige Werte. Damit dies reibungslos funktioniert, achtet er auf jede Fehlermeldung, die in der Gebäudeleittechnik angezeigt wird. Und er inspiziert täglich die Anlagen. Im Kältemaschinenraum herrscht übrigens ohrenbetäubender Lärm: Der Schraubenverdichter erzeugt eine 90 Dezibel starke Geräuschkulisse, das ist so laut wie eine Motorsäge.

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Karsten Flaschel und sein Kollege Fernando Leiva Salas verstehen sich als eingespieltes Team. Sie arbeiten schon jahrelang zusammen, jeder Handgriff sitzt. Auch wenn die Technik komplex ist: Flaschel kann das Prinzip, wie gleichbleibende Temperaturen erzielt werden, leicht verständlich erklären (Audiodatei). Allein für Heizung, Klima und Lüftung ist eine achtköpfige Mannschaft verantwortlich. Die Deutsche Messe verfügt über zahlreiche eigene Gewerke: Auch Elektriker, Tischler und Gärtner arbeiten für das Unternehmen. Das ist keine Selbstverständlichkeit, andere Gesellschaften setzen auf externe Dienstleister. Eine Lösung wie die in Hannover hat jedoch viele Vorteile: maximale Fach- und Ortskenntnis, ständige Rufbereitschaft und ein hohes Maß an Loyalität bei den fest angestellten Mitarbeitern.

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Ihr Verantwortungsbereich steht für Aufbruchstimmung: Sonia Wedell-Castellano ist für Themen wie Forschung und Entwicklung oder auch Start-ups zuständig. Im Rahmen der HANNOVER MESSE findet seit 2016 „Young Tech Enterprises“ statt. Bei dieser Zusatzveranstaltung stellen Firmengründer innovative Ideen vor. „Das ist eine komplett andere Community, die informiert sich anders, ihre Mitglieder sprechen eine ganz eigene Sprache.“ Auf der re:publica in Berlin, einem Festival zu Internet und digitaler Gesellschaft, hat die Abteilungsleiterin erlebt, dass die Aussteller in identisch aussehenden Holzboxen ihre Stände aufbauten. „Für uns undenkbar.“

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Sonia Wedell-Castellano betont, dass die Begegnung zwischen Start-ups und erfolgreicher Old Economy in diesem Umfang wie auf der HANNOVER MESSE nirgendwo sonst in Deutschland stattfindet. Es gibt bereits erste Erfolgsgeschichten, von denen beide Seiten profitieren. 2016 stellte eines der Start-up-Unternehmen ein neu entwickeltes Reinigungsverfahren für Förderbänder vor. Große Hersteller wie Miele signalisierten sofort Interesse. Viel mediale Aufmerksamkeit, neu gewonnene Kunden: „Nur ein Jahr später kamen die Jungunternehmer wieder – diesmal mit einem eigenen Stand auf einer Fachmesse.“

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Dürfen wir vorstellen? Margret Heeßel, frühere Betriebsrätin, und Helmut Zander, der ehemalige Protokollchef. Er besucht auch als Ruheständler noch wichtige Messen in Hannover. Sie findet Technik bis heute spannend. Obwohl diese zwei Menschen ganz unterschiedliche Aufgaben hatten, schauen beide gerne zurück. Sie haben viel erlebt: Innovationen, Staatsgäste, Wachstum. Und eine Belegschaft, die voller Teamgeist war.

Margret Heeßel ist genauso alt wie ihr früherer Arbeitgeber. An ihrem 70. Geburtstag schickte die Deutsche Messe ihr einen üppigen Blumenstrauß. Immerhin war die gelernte Sekretärin beinahe drei Jahrzehnte für das Unternehmen tätig, zwölf Jahre davon engagierte sie sich im Betriebsrat, zuletzt als Vorsitzende.

Auf ein erfülltes Berufsleben blickt auch Helmut Zander zurück. 15 Jahre lang bekleidete er das anspruchsvolle Amt des Protokollchefs. Außerdem war Zander an einem einmaligen Ereignis in der Geschichte der Messe beteiligt: der Weltausstellung im Jahr 2000. Zwei Zeitzeugen, die viel zu erzählen haben ...

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Margret Heeßel: Man kannte sich persönlich. Wir Mitarbeiter haben uns als große Familie gefühlt. Alle für einen, jeder für jeden. Später – als ich als Betriebsrätin öffentlich und in der Politik unterwegs war – hat man mich „Frau Messe“ genannt. Erlebt zu haben, wie es für das Unternehmen jahrelang immer bergauf ging, ist ebenfalls eine schöne Erinnerung.

Helmut Zander:
Die EXPO 2000 als erste Weltausstellung in Deutschland war durch ihre Dimension und ihre Bedeutung etwas ganz Besonderes. Auch die Entwicklung der IT-Branche und dadurch der CEBIT habe ich als beeindruckend in Erinnerung. Als die Messe noch nicht auf Fachpublikum begrenzt war, kamen ja über 800.000 Besucher, jeder verfügbare Quadratmeter wurde genutzt. Es war einfach schön, diese Faszination zu erleben und selber zu spüren.

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Margret Heeßel und Helmut Zander, beide inzwischen in Rente, verbinden viele besondere Erinnerungen mit der Deutschen Messe. „Ich konnte als Betriebsrätin unzähligen Menschen helfen, die mit ihren Sorgen zu mir kamen. Sich für Kollegen einzusetzen, hat mir sehr viel gegeben.“

Als ehemaliger Protokollchef hatte Helmut Zander wie sein heutiger Nachfolger Michael Rose mit Größen aus Politik und Prominenz zu tun. Er erinnert sich noch sehr gut an das 50-jährige Jubiläum der HANNOVER MESSE 1997. Großbritannien als Partnerland entsandte als hochrangigsten Gast Prinz Philip, Ehemann der Queen. „Der Prinz hat Helmut Kohl mit den Worten ,Guten Tag, Herr Reichskanzler' begrüßt. So etwas ist unvergesslich." Die Abstimmung mit dem Protokoll des Buckingham-Palastes habe übrigens nur ein bis zwei Tage gedauert. „Das waren echte Profis."

Diese Anekdoten sind ein Grund, warum die Messe bis heute eine große Faszination auf Margret Heeßel und Helmut Zander ausübt. Ein Grund von vielen ...

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Frau Heeßel, Herr Zander: Warum finden Sie die Deutsche Messe bis heute faszinierend?

Margret Heeßel:
Ich finde die technologische Entwicklung generell spannend. Als die CEBIT1986 eine eigenständige Messe wurde, ging es um Computer, um Hardware. Heute sind wir umgeben von einer digitalisierten Welt.

Helmut Zander: Ich besuche immer noch als Gast die HANNOVER MESSE, die CEBIT oder auch meine Lieblingsmesse, die LIGNA: Holz ist einfach ein tolles Material, auch die Technologien zur Holzverarbeitung finde ich interessant. Jedes Mal wurde ein „Baum des Jahres“ gepflanzt. Die stehen alle auf der Messe.  

Was wünschen Sie der Deutschen Messe zum
70. Geburtstag? 

Margret Heeßel: Sie soll immer bestehen bleiben. Ich wünsche mir, dass die Mitarbeiter zufrieden sind. Ich weiß, was das bedeutet, denn ich habe wundervolle Jahre dort erlebt.

Helmut Zander:
Viel, viel Erfolg.


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Danke für Ihr Interesse. Die Mitarbeiter und das Management der Deutschen Messe freuen sich über die vielen Glückwünsche zum 70-jährigen Bestehen.

Hier endet die gemeinsame Reportage von HAZ, Deutscher Messe und der MADSACK Medienagentur.

Wer noch mehr erfahren möchte, sollte sich die
Chronik der Deutschen Messe anschauen.
Viel Spaß dabei!


Text: Prem Lata Gupta
Foto, Video und Audio: Agnieszka Krus
Konzeption & Projektleitung:
Florian Knabe, Anja Floetenmeyer-Woltmann

Mitarbeit: Siegfried Borgaes, Stephanie Georgie, Jennifer Baaske

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Übersicht

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Kapitel 1 Arbeitsplatz Messegelände

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Infografik animation standbild
Kapitel 2 Messe - damals und heute

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2016 auswahl
Kapitel 3 Astrid Ziegeler, Leiterin Eingangsmanagement

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Kapitel 4 Michael Rose, Protokollchef

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Kapitel 5 Volker Ehrecke, Abteilungsleiter Zentrale Dienste

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Kapitel 6 Michael Knauer, Gärtnermeister

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 mg 4961
Kapitel 7 Harald Windeler, Leiter technisches Veranstaltungsmanagement

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Kapitel 8 Michael Lang, Leiter Konferenztechnik

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Kapitel 9 Thomas Domani, Chef der Messegastronomie, und Michael Pelka, Küchenchef "Cosmopolitan"

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 mg 5173

 mg 4642

 mg 5101
Kapitel 10 Michael Triadan, Leiter der Online-Redaktion

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Kapitel 11 Karsten Flaschel und Fernando Leiva Salas, Kälteanlagentechniker

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Kapitel 12 Sonia Wedell-Castellano, Forschung und Entwicklung

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Kapitel 13 Zeitzeugen, Teil 1

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Kapitel 14 Zeitzeugen, Teil 2

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Kapitel 15 Zeitzeugen, Teil 3

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Kapitel 16 Ende

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